Trainerfortbildung in Weißenfels

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Am Sonnabend dem 21.11.09 fand eine weitere Trainerfortbildung in Weißenfels statt. 24 Sportfreunde nahmen an der Veranstaltung teil. Vom Judo-Club Burg e. V. waren der Vorsitzende Ingo Fremberg und der Sportwart des Vereins Martin Lübke vor Ort. Anders als beispielsweise bei Ballsportarten wie Fußball oder Handball, bei denen sich die Regeln kaum verändern, unterliegt der Judosport in seiner ganzen Form einem ständigen Optimierungsprozess. Ob bei den Kyu oder Dan-Prüfungen, Wettkampfregeln oder die Umsetzung neuster Trainingsmethoden, der moderne Judosport kennt keinen Stillstand. Zweikampfspiele, modernes Krafttraining, Anforderungen im Kinder und Jugendbereich, Alte und neue Wettkampfregeln sowie Handlungskomplexe im Stand und Boden standen auf dem Programm.
Nach einer kurzen Einführung durch Stephan Wussow, Referent für Schulsport, ging es auch gleich zur Praxis über. St. Wussow stellte einige interessante Zweikampfspiele vor. Bei der Umsetzung ging es recht locker zu und alle Beteiligten hatten sichtlich Spaß.
Modernes Krafttraining stand als nächstes auf dem Programm. Hier ging es um die Anwendung im Kinder und Jugendbereich. Krafttraining sollte vor allem spielerisch und eher auf der Matte als auf der Hantelbank an die Kinder vermittelt werden. Es gilt Qualität vor Quantität, so St. Wussow.
Über die Veränderungen der Wettkampfregeln informierte Christian Albrecht, der seit diesem Jahr im Besitz der A-Kampfrichterlizenz ist. Hier gab es eine rege Diskussion der anwesenden Sportfreunde über das Für und Wieder. Um den Judosport attraktiver zu machen sei es notwendig, Fassarten oder Techniken die eher einen passiven Wettkampf zur Folge haben, zu unterbinden, brachte Ch. Albrecht zum Ausdruck.
Über den derzeitigen Stand im Kinder- und Jugendbereich sprach Bernd Lehmann, Hauptamtlicher Trainer im Judo Verband Sachsen Anhalt. Was kommt nach Luise und Claudia? Was sind die Folgen? Was können oder müssen wir tun um nicht in die Zweitklassigkeit abzurutschen. Entscheidend ist eine gute Grundausbildung. Krabbeljudo sollte mehr spielerischen Charakter haben als zu frühes erfolgsorientiertes Judo. Die Herausbildung allgemeiner technisch- koordinativer Grundlagen mittels anderer Sportarten ist gefragt. Im praktischen Teil wies B. Lehmann auf die Fehler beim Erlernen von Wurftechniken hin, die mit zunehmendem Alter nur schwer zu korrigieren sind.
Im Abschlussblock ging um Handlungskomplexe im Stand und Boden. St. Wussow zeigte verschiedene Befreiungen aus passiven Grifftechniken im Stand. Am Boden wurden ein paar neue Festhaltetechniken ausprobiert.

Ein Dank an die Sportfreunden vom SV Lok Weißenfels, die durch eine entsprechende Betreuung für gute Rahmenbedingungen sorgten.


Ingo Fremberg
Vorsitzender Judo-Club Burg e. V.